26./27. Januar 2012
Université du Luxembourg

Campus Walferdange
Bâtiment X, Raum 0.34
Route de Diekirch / B.P. 2
L-7220 Walferdange
Organisatoren: Dr. Martin Doll, Dr. Oliver Kohns (Luxemburg)

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Über den Workshop

Aus kulturwissenschaftlicher Perspektive ist in den letzten Jahren immer wieder auf die imaginäre Dimension des Politischen hingewiesen worden. Die Rede ist beispielsweise davon, dass die Einheit einer politische Gemeinschaft nur als Objekt einer Imagination – in einem »sozialen Imaginären« – erreichbar sei. Dabei bleibt aber zumeist offen, wie das Konzept des Imaginären genau zu verstehen ist. Dies betrifft vor allem die Beziehung zwischen dem Imaginären – das provisorisch als Inhalt oder Produkt eines Vorstellungsvermögens definiert werden kann – und den kulturellen Bedeutungsträgern (Bilder, Narrative, Mythen), die dieses Imaginäre herstellen oder mit Material »füllen«.
Der Workshop »Über die imaginäre Dimension des Politischen« soll gezielt den Aspekt des Imaginären in den kulturwissenschaftlichen und philosophischen Entwürfen des Politischen beleuchten. Die einzelnen Analysen sollen das Imaginäre einerseits im Kontext und in Konfrontation mit anderen systematisch relevanten Begriffen (des Symbolischen, des Ästhetischen, des Realen, des Figuralen) betrachten; sie sollen andererseits danach fragen, welche Rolle ›das Imaginäre‹ im Einzelnen in den einschlägigen Modellen einiger einflussreicher Theoretiker der neueren Zeit spielt (Badiou, Castoriadis, Rancière, Sartre u.a.).

Der Workshop ist öffentlich. Es gibt einen Reader mit Texten zu den einzelnen Vorträgen. Interessierte werden daher gebeten, sich per E-Mail kurz anzumelden (info[at]figurationen.lu).

Download Flyer mit Tagungsprogramm

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Programm

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Donnerstag, 26. Januar 2012

15:00-15:30   Martin Doll/Oliver Kohns: Begrüßung und kurze Einleitung

15:30-16:15   Dirk Setton (Frankfurt/M.): Anti-Welt: Sartres l’imaginaire

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16:15-16:45   Kaffeepause
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16:45-17:30   Jan Völker (Berlin): Badiou: »Die kommunistische Idee ist die imaginäre Operation«

17:30-18:15   Torsten Hahn (Hagen): Medienästhetik: Der Ausbruch von Konfusion in idealen Bildern

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Freitag, 27. Januar 2012

10:00-10:45   Harun Maye (Weimar): Von der Imagination zu dem Imaginären? Ein Kommentar zur Geschichte und Theorie des Imaginären bei Wolfgang Iser

10:45-11:30   Gregor Schwering (Siegen): Zur Wirkkraft des Imaginären.
 Cornelius Castoriadis’ »Gesellschaft als imaginäre Institution«
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11:30-12:00    Kaffeepause
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12:00-12:45   Leander Scholz (Weimar): Die Erhabenheit des Feldherrn: Castoriadis und Kant

12:45-13:30   Andreas Hetzel (Darmstadt): Politische Einbildungskraft zwischen Lacan und Castoriadis
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13:30               Mittagessen
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