1.-3. September 2011
Université du Luxembourg

OrganisatorInnen: PD Dr. Susanne Kaul (Bielefeld), Dr. Oliver Kohns (Luxemburg),  Prof. Dr. Georg Mein (Luxemburg)

Das Verhältnis zwischen Komik und Ethik ist seit der Antike Gegenstand der Komiktheorie. Aktuelle Debatten über die ethische Bedeutung des Komischen (Stichwort: Mohammed-Karikaturen) aktualisieren diesen Bezug und zeigen zugleich, dass hier neben der ethischen auch eine politische Dimension des Komischen relevant wird. Die Konferenz untersucht Phänomene der Komik in zweifacher Hinsicht: Im Kontext der Diskurse der praktischen Philosophie wird die Verbindung von Komik und Ethik analysiert; im Kontext kulturwissenschaftlicher Ansätze wird Komik als Element der Konstruktion ästhetischer Figurationen des Politischen untersucht.

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Tagungsort:

Universität Luxemburg
Campus Limpertsberg
Bâtiment des sciences, Raum BS.001
162a, avenue de la Faïencerie
L-1511 Luxemburg

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Konferenz-Kontakt

Für inhaltliche Fragen:

Dr. Susanne Kaul: susanne.kaul[at]uni-bielefeld.de

Für organisatorische Rückfragen:

Isabell Baumann: isabell.baumann[at]uni.lu

Flyer als PDF zum Download

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Programm

Donnerstag, 1. September 2011

Sektion 1: Philosophische, soziologische und polit. Grundlagen der Komik

Diskussionsleitung: Susanne Kaul (Bielefeld)

15:00-15:15 Begrüßung und kurze Einleitung seitens der Tagungsleitung

15:15-16:00 Rüdiger Bittner (Bielefeld): Moralischer Anspruch und befreiendes Lachen

16:00-16:30 – Kaffeepause -

16:30-17:15 Jörg Räwel (Zürich): Evolution der Komik / des Humors

17:15-18:00 Georg Mein (Luxemburg): iocus civilis. Witz und Komik als Konstituenten der Öffentlichkeit

18:00-18:45 Thorsten Sindermann (Frankfurt/M.): Ethik und Tugend des Humors

Freitag, 2. September 2011

Sektion 2: Politik und Ethik des Komischen

Diskussionsleitung: Georg Mein (Luxemburg)

10:00-10:45 Stephan Braese (Aachen): Ethik des Jüngsten Gerichts. Satire in der Konfrontation mit dem Nationalsozialismus

10:45-11:00 – Kaffeepause -

11:00-11:45 Dieter Lamping (Mainz): Komik in der politischen Literatur

11:45-12:30 Oliver Kohns (Luxemburg): Der Souverän als Clown. Von Büchner bis
Berlusconi

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12:30-13:30 – Mittagessen -

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Sektion 3: Komik als Figuration des Sozialen (Ethische Grenzen des Humors; Schwarzer Humor; Komik und kulturelle Differenzen)

Diskussionsleitung: Martin Doll (Luxemburg)

13:30-14:15 Monika Socha (Bielefeld): Was uns lachen macht, muss nicht harmlos sein
– Überlegungen zum aristotelischen Harmlosigkeitspostulat in der neueren
Komik-Forschung

14:15-15:00 Tom Kindt (Jena): Nur ein Scherz? Noch ein Scherz? Noch einmal zum
Zusammenhang von Komik und Harmlosigkeit

15:00-15:30 – Kaffeepause -

15:30-16:15 Norbert Eke (Paderborn): Schreckliche Witze – Geschmacklose Wahrheiten oder »Jeder wirkliche Humor ist schwarz«. Anstößige Komik

16:15-17:00 Klaas Huizing (Würzburg): Wo geht’s hier zum lieben Gott. Über das Humorgefälle in Atheismus-Debatten

Samstag, 3. September 2011

Sektion 4: Komik als Aktion und Gewalttat

Diskussionsleitung: Oliver Kohns (Luxemburg)

9:00-9:45 Martin Doll (Luxemburg): Spaßguerilla. Über die komische Dimension des politischen Aktivismus

9:45-10:00 – Kaffeepause -

10:00-10:45 Artur Pełka (Łódź): Böse Komik im Theater Elfriede Jelineks

10:45-11:00 – kurze Pause -

11:00-11:45 Susanne Kaul (Bielefeld): Komik und Gewalt

11:45-12:30 Kai Spanke (Berlin): Fun ist ein Blutbad. Zur tragischen Komik von Gewalt und
Tod im amerikanischen Verfolgungscartoon

12:30 – Ende der Tagung -