Literaturwissenschaftlerin, Doktorandin

Dienstadresse

Universität Luxemburg

Fakultät für Sprachwissenschaften und Literatur, Geisteswissenschaften, Kunst- und Erziehungswissenschaften
Route de Diekirch
L-7220 Walferdange
Forschungseinheit: IPSE
Büro: Campus Walferdange, Bât. III, 0.09
E-Mail: nicole.karczmarzyk[at]uni.lu

Nicole Karczmarzyk

Nicole Karczmarzyk

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Vita

seit 07/2012
Doktorandin der Universität Luxemburg

2011-2012
Mitarbeiterin Verlags-PR, Köln.

2010-2011
Lehrbeauftragte an der Universität Bielefeld.

2003-2009
Studium der Literaturwissenschaft und Geschichtswissenschaft in Bielefeld.

Lexikoneintrag

Lady Diana, in: S.Wodianka/J.Ebert (Hrsg.): Metzler Lexikon Moderne Mythen (2014).

Publikationen und Vorträge

Der Fall „tatort“ – Die Entschlüsselung eines Kultkrimis, Marburg: Tectum, 2010.

14. August 2011 Vortrag: „Aktuelle Diskurse im Tatort“, Sommerschule der Juso-Hochschulgruppen, Springe

Dissertationsvorhaben

Der Mythos der Kaiserin Elisabeth von Österreich und seine Aktualisierungen. Eine struktural-funktionale Untersuchung (Arbeitstitel)

Wollte man die Mythisierung der Kaiserin Elisabeth von Österreich seit ihrem Tod grafisch als eine Art von Konjunkturverlauf darstellen, dann ergäbe sich der Form nach eine nahezu kontinuierliche Sinuskurve. Ziel des Dissertationsvorhabens ist es, anhand von Print- und AV-Medien, der Frage nachzugehen, welche vermittelnde gesellschaftspolitische Funktion der Mythos erfüllt und wo sein Stellenwert innerhalb der nationalen und historischen Mythensysteme (Österreichs wie auch Preußen-Deutschlands) liegt. Durch eine diachrone Lesart sollen unterschiedliche kulturelle Funktionalisierungen des Mythos zu verschiedenen historischen Zeitpunkten herausgearbeitet werden. Innerhalb der Mythenforschung soll die Untersuchung auf diese Weise zum einen die Lücke zwischen der Untersuchung nationaler Mythen und dem häufig konstatierten Fehlen weiblicher Figuren darin schließen. Zum anderen zeigt die Analyse die Funktionen eines modernen Mythos mit seinen jeweiligen gesellschaftsrelevanten Konjunkturen auf. Darüber hinaus werden diejenigen medialen Verfahren und Strategien aufgezeigt, mit denen ein über lange Zeit konstituierter Mythos bei Bedarf als feststehendes und gleichsam auf Vorrat liegendes ‚Charakterbild’ in thematisch neue Zusammenhänge hinein appliziert werden kann.

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Wollte man die Mythisierung der Kaiserin Elisabeth von Österreich seit ihrem Tod grafisch

als eine Art von Konjunkturverlauf darstellen, dann ergäbe sich der Form nach eine nahezu

kontinuierliche Sinuskurve. Ziel des Dissertationsvorhabens ist es, anhand von Print- und AV-Medien, der Frage nachzugehen, welche vermittelnde gesellschaftspolitische Funktion der Mythos erfüllt und wo sein Stellenwert innerhalb der nationalen und historischen Mythensysteme (Österreichs wie auch Preußen-Deutschlands) liegt. Durch eine diachrone Lesart sollen unterschiedliche kulturelle Funktionalisierungen des Mythos zu verschiedenen historischen Zeitpunkten herausgearbeitet werden. Innerhalb der Mythen-Forschung soll die Untersuchung auf diese Weise zum einen die Lücke zwischen der Untersuchung nationaler Mythen und dem häufig konstatierten Fehlen weiblicher Figuren darin schließen. Zum anderen zeigt die Analyse die Funktionen eines modernen Mythos mit seinen jeweiligen gesellschaftsrelevanten Konjunkturen auf. Darüber hinaus werden diejenigen medialen Verfahren und Strategien aufgezeigt, mit denen ein über lange Zeit konstituierter Mythos bei Bedarf als feststehendes und gleichsam auf Vorrat liegendes ‚Charakterbild’ in thematisch neue Zusammenhänge hinein appliziert werden kann.